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Königsgrube

Ausstellung

Altenhilfezentrum

Röhlinghausen


Die Königsgrube zwischen 1924 und 1945

Die Tage Bonackers auf der Königsgrube waren gezählt, denn die Konigsgrube wurde 1924 von der Deutschen Erdöl AG augekauft und diese feuerte den ehemals allmächtigen Zechendirektor ein Jahr später.
 

    
Die Tagesanlagen der Königsgrube 1930 nach dem Umbau.     
Die neuen Herren auf Königsgrube verfolgten eine konsequente Modernisierungspolitik. Als erstes wurde Direktor Bonacker durch den jungen Diplomingenieur Heinrich Kost ersetzt. Unter seiner Leitung wurde in den Jahren 1927 bis 1930 die Königsgrube grundlegend renoviert und auf eine tägliche Förderung von 3000 Tonnen ausgelegt. Der Umbau der Zeche kam erst 1937/38 mit der Neugestaltung der Bewetterung zum Abschluß. Aber nicht nur über Tage vollzogen sich tiefgreifende Veränderungen. Die neuen Maschinen veränderten die Arbeitsorganisation und das Verhältnis zu den Vorgesetzten grundlegend. Früher arbeiteten die Kumpel selbständig in kleinen Kameradschaften und in Gruppengedinge. Die Kleingruppen schlossen einen kollektiven Vertrag mit dem Steiger - für so und so viel Loren gab es so und so viel Lohn. Es war eine Art Gruppenakkord, der zu einem starken Zusammenhalt in den einzelnen Gruppen führte. Seit aber 30 bis 40 Hauer an einem Betriebspunkt arbeiteten, wurden sie erstens fast ständig durch den verantwortlichen Steiger überwacht. Und zweitens arbeiteten sie jetzt im Einzelgedinge, also im Einzelakkord, so daß die Konkurrenz untereinander zunahm. Dem Betriebsklima war das nicht unbedingt förderlich.

Schwer getroffen wurde die Königsgrube in den Jahren 1944/45 durch Fliegerangriffe. Gegen Ende des Krieges rettete nur eine Notgemeinschaft mit der Zeche Hannover-Hannibal die Zeche vor dem Absaufen. Am 23.2.1945 wurde das Kesselhaus der Königsgrube und damit deren gesamte Energieversorgung endgültig durch einen Volltreffer ausgeschaltet. Die Königsgrube konnte nur überleben, weil auf Hannover die Generatoren wieder arbeiteten und das Verbindungskabel noch stand. Vier Tage später erfolgte glücklicherweise der letzte Luftangriff auf Wanne-Eickel.

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