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| Das Verwaltungsgebäude der Königsgrube im Jahre 1905.
Es enthielt neben Büros für den Zechendirektor und seine Beamten auch die Markscheide und das Archiv. |
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Fast zeitgleich mit der Fertigstellung der Köln-Mindener Eisenbahn hielt der Bergbau seinen Einzug nördlich von Bochum. 1847 wurde mit dem Abteufen der Schächte Carolinenglück in Hamme, das jetzt zu Bochum gehört, begonnen. Ein Jahr später wurden etwas weiter nordöstlich in Hofstede die ersten Schächte der Zeche Hannibal niedergebracht.
In Röhlinghausen und Umgebung tauchten in den Jahren 1849/50 mehr oder weniger wohlhabende Spekulanten auf, die ihre Ersparnisse durch Investitionen ins schwarze Gold vermehren wollten. So weit es sich rekonstruieren läßt, hatten sich anscheinend vier ziemlich hochkarätige Führungskräfte aus dem Rhein-Ruhr-Raum zusammengefunden, um in Röhlinghausen ein Bergwerk zu gründen. Der Mann mit dem größten Weitblick scheint ein Rentmeister Friedrich Scherenberg aus Steele gewesen zu sein. Scherenberg sollte auch später der erste Direktor der Königsgrube werden. Alle vier Männer waren keine "Geldsäcke", sondern erfahrene Unternehmer und leitende Beamte in den damaligen Zukunftsbranchen Bergbau und Eisenbahn. Nun wollten sie offentlichtlich ihre Erfahrungen und ihr Kapital durch die Investition in eine moderne Tiefbauzeche auf eigenes Risiko vermehren.
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Die Königsgrube im Jubiläumsjahr 1905: die neuen eisernen Fördergerüste wachsen aus den Malakowtürmen heraus. |
In den Jahren 1849/50 beantragten sie beim Bergamt Bochum Schürfscheine für drei Bohrungen, die dann sogleich in Angriff genommen wurden. Aus diesen drei Bohrungen und den später dafür verliehenen Grubenfeldern ist die Zeche Königsgrube entstanden. Aber bis dahin war es noch ein weiter Weg. Im Juni 1851 wurde zum ersten Mal Kohle innerhalb der Grenzen Röhlinghausens nachgewiesen. Bei einer Bohrung am Kotten von Heinrich Müller in der Nähe des Bollwerkes war man am 27.6.1851 in einer Teufe von 131 Metern auf ein Flöz von 120 cm Mächtigkeit gestoßen. Insgesamt sollte es fast sieben Jahre dauern - von 1856 bis 1863 - bis die Königsgrube ihre reguläre Förderung aufnehmen und mehr Kohle verkaufen konnte, als sie selbst verbrauchte.
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